Mitarbeiterbefragungen bei medizinischem Personal


Befragungen von Mitarbeitern
Die Mitarbeiter haben meist mehr Kontakt zu den Patienten oder Kunden als die Ärzte oder Firmenchefs selbst. Doch zu den Führungsaufgaben zählt auch, die Probleme, Wünsche und Ideen seiner Mitarbeiter zu kennen. Das medizinische Personal ist das wichtigste «Kapital» (Humankapital) jeder Klinik, Arztpraxis oder anderen Betriebes. Diese Tatsache findet nicht immer Beachtung. Unfreundliches Personal oder auch ein schlecht gelaunter Chef schrecken jeden Patienten oder Kunden ab. Ein Betrieb oder eine Praxis funktionieren nur, wenn alle Mitglieder des Teams motiviert sind. Damit die Führungsebene Probleme im Team erkennen kann, sollte sie regelmäßig eine Befragung des Personals durchführen.
Außerdem ist eine Mitarbeiterumfrage Voraussetzung für eine Zertifizierung im Rahmen des Qualitätsmanagements (QM) für Krankenhäuser und Arztpraxen. Wie sieht so etwas aus? Das Heidelberger Institut für Medizinmarketing hat bereits für Krankenhäuser, Reha-Kliniken, Altenpflegeheime, Arztpraxen und andere medizinische Einrichtungen Mitarbeiterbefragungen durchgeführt. Alle eingesetzten Instrumente wurden in Zusammenarbeit mit der Abteilung „Klinische Sozialmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg“ geschaffen und werden im Rahmen dieser Forschungsarbeit kontinuierlich weiter entwickelt und genügen höchsten statistischen Ansprüchen.

Durchführung

Eine Umfrage bei Mitarbeitern erfolgt am Besten kontinuierlich oder in regelmäßigen Intervallen. Außerdem werden bei Mitarbeiterumfragen oft externe Dienstleister hinzugezogen, da diese den Mitarbeitern neutral gegenüberstehen und das Vertrauen in den Datenschutz gewährleisten können. Nach Auftragserteilung beginnt das Heidelberger Institut mit einem zeitlichen Vorlauf von 8-14 Tagen. Für die Planungsphase der ersten Befragung sind etwa weitere 2-4 Wochen anzusetzen, in der die Ziele der Umfrage definiert werden und die Fragen präzise an der Zielvorstellung formuliert, standardisiert und genau überprüft werden. Im Anschluss wird der Fragebogen ansprechend und motivierend gestaltet. Der Befragungszeitraum selbst wird normalerweise von vornherein festgelegt, allerdings kann der Zeitraum auch variabel gehalten werden. Dabei ist der Zeitraum zum Einen abhängig von der gewählten Befragungsart, also zum Beispiel per Fragebogenversand, Online-Befragung oder persönlichem Interview, und zum Anderen von der Anzahl der zu befragenden Mitarbeiter. Im Durchschnitt umfasst eine Mitarbeiterumfrage etwa 3–4 Monate.
Parallel zum Fragebogenversand wird bereits mit der Dateneingabe der ersten zurückgesandten Fragebögen begonnen: die ersten Ergebnisse können dann bereits 4 Wochen nach Abschluss der Datenerhebung präsentiert werden. Die Verarbeitung der Daten wird am Heidelberger Institut stets von qualifizierten Mitarbeitern geleistet, die zunächst die festgehaltenen Daten überprüfen und anschließend auswerten.
Dabei zu beachten ist, dass man nur dann eine aussagekräftige Befragung enthält, wenn man die Durchführung sowie die Auswertung von qualifizierten Mitarbeitern professionell durchführen lässt, wie es bei uns der Fall ist. Denn bei vielen anderen Befragungen fällt wiederholt auf, dass die Ergebnisse weder repräsentativ noch signifikant sind und deshalb oft zu fatalen Fehlentscheidungen verleiten.

Mögliche Fragen

Typische Fragen einer Mitarbeiterbefragung sind:
  • Wie zufrieden sind die Mitarbeiter mit dem Arbeitsplatz?
  • Wie aktuell ist die technische Ausstattung am Arbeitsplatz?
  • Sind ausreichend medizinische Geräte vorhanden?
  • Wie ist das kollegiale Verhältnis zu den Mitarbeitern?
  • Wie ist das Verhältnis zum Vorgesetzten?
  • Wie bewerten die Mitarbeiter die Aufstiegsmöglichkeiten in der Klinik?
  • Werden ausreichend Fortbildungen angeboten?
Die Fragen kann man natürlich erweitern und sollen an dieser Stelle nur als Anregungen dienen. Es ist bei jeder Befragung ratsam, sich auf die wesentlichen Fragen zu konzentrieren; eine alle Fragen klärende Studie ist unmöglich.